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Die University of Illinois Urbana-Champaign bringt Studierende dank Speicheltests sicher zurück auf den Campus

Als Orte des Lernens und der Innovation haben Universitäten ein ungeheures Potenzial, wenn es darum geht, die Welt durch Technologie zu verändern. Die University of Illinois Urbana-Champaign gehört zu den Institutionen, die dieses Potenzial ausschöpfen und Realität werden lassen.

Die Universität schöpfte einen Großteil des Potentials seiner Daten schon weit vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie aus, unter anderem in seinen Hörsälen, Mensen oder dem Sportplatz. Beispielsweise werten die Trainer des Frauenfußballteams Daten von biometrischen Sensoren aus, um das Training der Spielerinnen entsprechend anzupassen und die sportliche Leistung zu optimieren. Die App Rokwire nutzt Machine Learning, um den Studierenden maßgeschneiderte Angebote zu machen, beispielsweise für Beratungssitzungen, Campus-Veranstaltungen, Transportoptionen, Wohnraum und Sportmöglichkeiten.

Als die Welt von der Corona-Pandemie erfasst wurde, schwenkte die University of Illinois schnell von der Perfektionierung des Campus-Erlebnisses vollständig auf Remote Learning und Remote-Zusammenarbeit um. Nick Vance, Manager of Data and Technology Innovation, sorgte mit seinem Team für einen reibungslosen Übergang.

„Zunächst einmal wollten wir herausfinden, wie wir uns einen Überblick darüber verschaffen können, wie gut das Remote Learning und der Distanzunterricht über Zoom funktionieren“, so Vance. „Mit Splunk Remote Work Insights haben wir Daten aus Zoom und Lernmanagementsystemen kombiniert, um unser Netzwerk überwachen und sichern zu können.“

SHIELD: Melden, Testen, Informieren 

Im Herbst 2020 liefen die Online-Lehrveranstaltungen bereits reibungslos, sodass die Verantwortlichen den zweiten strategischen Schritt machten, um die Studierenden sicher zurück auf den Campus zu bringen. SHIELD wurde entwickelt. Das Tech-Team wusste, dass schnelle und genaue Corona-Testungen unabdingbar waren, wenn man über eine Rückkehr zu Präsenzveranstaltungen nachdenken wollte. Doch angesichts von Lieferengpässen und anderen Schwierigkeiten im Zusammenhang mit Nasenabstrichtests waren die Aussichten keineswegs positiv.

Die Forscher der Universität bündelten ihre Kräfte. Für sie war klar, dass sie einen „Weg finden oder sich einen gänzlich neuen Weg bahnen mussten“. Also legten sie los.

Ein transdisziplinäres Team aus Lehrkräften und Forschern der Universität entwickelte einen neuen Test. Der speichelbasierte Test war schneller, komfortabler und lieferte Ergebnisse innerhalb von Stunden anstelle von Tagen. 

Bis heute hat die University of Illinois mehr als 1,3 Millionen Tests auf dem Campus durchgeführt – eine beeindruckende Anzahl. Die bereits vorhandene App Rokwire wurde als Grundlage der Safer Illinois-App genutzt, in der Studierende ganz einfach über ihre Geräte Symptome melden und über Risiko-Begegnungen informiert werden können. Um die Verbreitung des Virus durch asymptomatische Personen unter Kontrolle zu bekommen, führte die Universität gleichzeitig Massentests ein. Alle Studierenden und Lehrkräfte müssen wöchentlich eine bestimmte Anzahl von Tests nachweisen. Studierende, die eine gewisse Anzahl von Tests verpassen, haben keinen Zugang mehr zu Gemeinschaftsräumen auf dem Campus wie Hörsälen und Fitnessstudios.

„Es ist uns gelungen, von einem reaktiven auf einen proaktiven Ansatz bezüglich des Testens umzusteigen“, erklärt Vance. „In dieser Notsituation war Splunk ein verlässliches Tool, mit dem wir schnell automatisch Informationen senden konnten, von Testdaten bis hin zu Warnmeldungen.“

 

Echtzeit-Benachrichtigungen und sinkende Fallzahlen

Als die Studierenden im Herbst 2020 erstmals wieder auf den Campus zurückkehrten, galt es für die medizinische Abteilung, rasch Kontakt zu positiv auf das Virus getesteten Studierenden aufzunehmen. Angesichts der Größenordnung des Unterfangens mussten Studierende jedoch nach Erhalt des positiven Testergebnisses manchmal mehrere Stunden oder einen halben Tag warten, um zu erfahren, was sie zu tun hatten und wo sie in Quarantäne gehen sollten. Dadurch stieg die Gefahr einer weiteren Übertragung des Virus.  

Daraufhin rief die Universität eine Taskforce namens „SHIELD Team 30“ ins Leben, die Studierende unverzüglich darüber in Kenntnis setzte, wen sie kontaktieren, wohin sie sich wenden, wie sie sich isolieren und welche weiteren Maßnahmen sie zu ihrer eigenen Sicherheit und zur Sicherheit anderer ergreifen sollten. „Seit wir diese Initiative gestartet haben, sind die Fallzahlen enorm gesunken. All diese Informationen haben wir über Splunk an die Studierenden weitergegeben“, meint Vance.

„Splunk ist bei uns die tragende Säule für automatische Benachrichtigungen und Echtzeitdaten, die nachgelagerte Prozesse auslösen. Diese ermöglichen es uns, die Personen sofort zu kontaktieren und eine weitere Verbreitung von COVID zu verhindern.“

Angesichts dieses Erfolgs begann die Uni, die Echtzeitdaten auch an das Housing-Department weiterzuleiten. „Wir haben unsere Wohnheimmitarbeiter sofort darüber informiert, welche Bewohner aus welchem Zimmer in einen unserer Quarantäneräume verlegt werden müssen“, erklärt Vance. „Durch die Benachrichtigungen über Splunk und das Senden von Informationen an diese Teams können wir uns besser um unsere Studierenden kümmern und behalten gleichzeitig die Ausbreitung des Virus unter Kontrolle.“

Mit Splunk konnten Daten schnell in konkrete Handlungen verwandelt werden. Die Ergebnisse waren beeindruckend. Unter anderem wurde ein starkes Absinken der COVID-19-Fälle (auf weniger als ein Prozent) beobachtet, und zwar sogar zu Zeiten, in denen die Fallzahlen in Illinois neue Höchstwerte erreichten. 

Ausweitung der proaktiven Prävention

Als ein reibungsloser Test- und Informationsablauf erreicht war, baute das SHIELD-Team das proaktive Testen weiter aus. Bei der Anmeldung an einem Testort geben die Teilnehmer zum Beispiel ihren Standort und demografische Informationen an. Mit diesen Daten ergreifen Vance und sein Team nun geografisch basierte Maßnahmen, die helfen, die Fallzahlen niedrig zu halten.

„Wir haben unseren Fokus von Benachrichtigungen auf umfangreichere Analysen geändert und reagieren jetzt auf demografische Daten“, so Vance. „So können wir zum Beispiel sagen: ‚Hey, in diesem Wohnheim wurden diese Woche drei Personen positiv getestet. Wir werden die anderen Bewohner auffordern, achtsamer zu sein und sich von jetzt an jeden zweiten Tag zu testen, bis wir das Infektionsgeschehen in diesem Bereich wieder eingedämmt haben."

Auch im Frühlingssemester 2021 und darüber hinaus werden Vance und sein Team Daten nutzen, um für die Sicherheit von Studierenden und Mitarbeitern zu sorgen. Darüber hinaus hofft das Team, die Speicheltests und den Einsatz der Safer Illinois-App auf den Bundesstaat Illinois, Unternehmen, Schuldistrikte und medizinische Einrichtungen ausweiten zu können. 

In der Case Study zur University of Illinois findet ihr weitere Informationen zum Einsatz von Splunk zur Verbesserung der gesamten Studierendenerfahrung.

.conf21-Tipp: Erfahrt von der University of Arizona, wie es ihr gelang innerhalb von sechs Monaten mithilfe von Splunk Machine Learning Labs beta eine bessere Verbindung zu ihren Studenten aufzubauen, Betrug zu reduzieren und Kosten zu senken. Fügt die Session PLA1621B - Solving ML Problems With Splunk Machine Learning zu eurem .conf21 Session Planer hinzu. 

*Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt und editiert. Den Originalblogpost findet ihr hier: University of Illinois Urbana-Champaign Scales COVID-19 Saliva Tests, Safely Brings Students Back to Campus.

Splunk macht mit der Data-To-Everything Plattform Daten zu Taten, um diese ungeachtet ihres Umfangs zu untersuchen, zu überwachen und Handeln zu ermöglichen.

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