Das Global Emancipation Network kämpft mit Daten gegen Menschenhandel

Menschenhandel betrifft schätzungsweise 45 Millionen Menschen pro Jahr, aber die Daten, die benötigt werden, um die Täter aufzuspüren, sind schlecht definiert, isoliert und schwer zugänglich

GEN und Splunk® haben sich zusammengetan, um Minerva zu entwickeln, eine Analyseplattform, die unstrukturierte, isolierte Daten aus Hunderten von Quellen nutzt, um die weltweiten Menschenhandelsaktivitäten aufzudecken.

Während Sie dies lesen, werden weltweit etwa 80 Personen Opfer von Menschenhandel.

Die Hoffnungen und Träume all dieser unschuldigen Menschen werden von Zwangsarbeit und Zwangsprostitution zunichtegemacht. Als Sherrie Caltagirone sah, wie viel Leid und Unrecht der Menschenhandel mit sich bringt, beschloss sie, den Kampf dagegen zu ihrer Lebensaufgabe zu machen. Also gründete sie GEN, das Global Emancipation Network, eine gemeinnützige Organisation, in der sich Menschen ehrenamtlich dafür engagieren, den jährlich bis zu 45 Millionen Opfern von Menschenhandel zu helfen. Und zwar mithilfe von Daten.

„Menschenhandel ist eine Tragödie. Zugleich ist es aber auch ein illegaler Wirtschaftszweig, bei dem jemand ein Produkt kauft, um einen Bedarf zu decken, zum Beispiel Sex oder häusliche Dienstbarkeit“, erklärt Caltagirone. „Diese Transaktion hinterlässt oftmals einen digitalen Fußabdruck. Der Menschenhandel ist also ein Datenproblem. Bei 99,9% unseres täglichen Kampfes geht es darum, Zugriff auf Daten zu bekommen, um den Menschenhandel zu stoppen.“

Datengestützte Ergebnisse
  • Veränderungen bei der gemeinsamen Nutzung von Daten und den Gesetzen zur Bekämpfung des Menschenhandels vorantreiben
  • Daten in Taten verwandeln, um Opfer zu retten und Täter vor Gericht zu bringen
  • Die Zeit für die Verarbeitung und Analyse von Massendaten von Jahren auf Tage verkürzen

Splunk als Dreh- und Angelpunkt von GEN

Um die Opfer zu finden, die Täter zu verfolgen und den Menschenhandel rigoros zu unterbinden, musste GEN Daten zusammenzuführen, die normalerweise in separaten Silos verteilt gespeichert sind – und das war nicht leicht. Auf der Suche nach einem Technologiepartner, der solch riesige Datenmengen zusammenführen und analysieren kann, prüfte die Organisation mehrere Lösungen, doch keine wurde den Anforderungen gerecht – bis auf Splunk.

Bereits bei der Gründung entschied sich GEN für Splunk als Datenplattform. Seitdem ist Splunk das Fundament, auf dem GEN seine Mission aufbaut. Über das Programm „Splunk for Good“ stellt Splunk Softwarelizenzen, Schulungen, Support und Ausbildungsmöglichkeiten zur Verfügung.

„Ohne Splunk wäre GEN nicht da, wo es heute ist“, sagt Caltagirone. „Der Support ist einfach fantastisch, das Produkt ist wundervoll. Splunk hilft uns dabei, Daten zu korrelieren und Punkte zu verbinden, um die Menschen hinter den Daten zu finden. Wir haben einen echten, vollwertigen und engagierten Partner gefunden. Splunk ist genauso für den Erfolg von GEN verantwortlich wie wir selbst.“

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GEN und Splunk haben gemeinsam Minerva entwickelt, eine mandantenfähige Datenanalyseplattform, die einen sicheren, individualisierten Datenaustausch und intelligente Analysen ermöglicht. Die leistungsstarke Plattform nutzt Splunk, um in ungeordneten, unstrukturierten Daten aus Hunderten von Quellen Verbindungen zwischen Benutzernamen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Texten und Bildern herzustellen, die manuell nicht oder nur schwer zu finden wären. Über GEN und „Splunk for Good“ steht Minerva nationalen und internationalen Strafverfolgungsbehörden, Nichtregierungsorganisationen, wissenschaftlichen Institutionen und der Zivilgesellschaft zum Aufspüren und Stoppen von Menschenhandel kostenlos zur Verfügung.

Weltweit Leben retten

Das GEN spielt im Kampf gegen den Menschenhandel weltweit eine wichtige Rolle. Es hilft nicht nur proaktiv Straftaten zu verhindern, sondern bringt darüber hinaus auch weitreichende Veränderungen in Branchen, die sonst oft übersehen werden. Als beispielsweise eine große, seriöse US-Massagekette negative Schlagzeilen machte und sich mit Vorwürfen von sexuellem Fehlverhalten und Menschenhandel konfrontiert sah, wandte sich das Unternehmen an GEN, um mögliche Risiken zu ermitteln. GEN analysierte die Daten aus den Mitarbeiter-Screenings und prüfte die Klientel auf Kunden, die nach sexuellen Dienstleistungen suchten. So konnte die Kette Lücken im Screening schließen und Fehlverhalten vorbeugen. Anschließend setzte GEN Splunk ein, um Millionen von Datenpunkten aus über 22.000 Massagebetrieben zu analysieren – und leistete so einen Beitrag dazu, das illegale Massageschäft erheblich einzudämmen.

Im Präventionsbereich launchte GEN gemeinsam mit Accenture ein Programm namens „Artemis“, das anderen Massageunternehmen und Hotels hilft, Risiken und Schwachstellen auszumachen, bevor es zu einer Straftat kommt. GEN arbeitet auch mit Personalvermittlungsfirmen, Werbetreibenden, privaten Mailbox-Anbietern, Vermietern und Schulungsorganisationen zusammen, um aufzuzeigen, wie Kriminelle deren Dienste für den Menschenhandel missbrauchen.

IT Operations
Probleme vorhersagen und vermeiden – mit einer einheitlichen Monitoring-Oberfläche

Ein weiteres Beispiel für die Wirksamkeit des GEN findet sich in Großbritannien. Dort sammeln die Strafverfolgungsbehörden im Zusammenhang mit Kindesmissbrauch eine große Anzahl von Bildern – manchmal 20 pro Woche. Diese Bilder zeigen oft ein Kind in Schuluniform. Bei mehr als 55.000 Schulen in Nordirland, England und Wales ist es jedoch sehr schwierig, die Uniformen den entsprechenden Schulen zuzuordnen. Mithilfe von Splunk hat GEN den Behörden eine Reihe von Tools zur Verfügung gestellt, mit denen die Ermittlungen beschleunigt werden können, da sich innerhalb von Minuten genau feststellen lässt, auf welche Schule sich ein Bild bezieht.

Motor des Wandels

GEN ist inzwischen zu einem Motor des Wandels geworden – vielleicht einer der größten Erfolge der Organisation. Widerstände gegen die Freigabe von Daten wurden überwunden, und so konnten mehrere US-Gesetze zur Eindämmung des Menschenhandels auf den Weg gebracht und verabschiedet werden, beispielsweise SESTA (Stop Enabling Sex Traffickers Act) und FOSTA (Allow States and Victims to Fight Online Sex Trafficking Act).

Doch das ist für GEN kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Fürs Erste arbeitet die Organisation an einer neuen Version von Minerva und hat vor, das Artemis-Programm auf Branchen wie Finanzen und Luftfahrt auszuweiten. Bei GEN hofft man darüber hinaus, das Programm für Schuluniformen zu erweitern und außerdem ein globales Tool zum Schutz von Kindern vor potenziellen Tätern einzuführen. Während viele Etappenziele noch vor uns liegen, ist eines gewiss: Mit Splunk als Dreh- und Angelpunkt und Caltagirone an der Spitze steuert GEN auf eine Zukunft zu, die heller, sicherer und frei von Menschenhandel ist.

Ohne Splunk wäre GEN nicht da, wo es heute ist. Der Support ist einfach fantastisch, das Produkt ist wundervoll. […] Splunk ist genauso für den Erfolg von GEN verantwortlich wie wir selbst."
— Sherrie Caltagirone, Founder and Executive Director
Branche: Gemeinnützige Organisationen
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