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Splunks Prognosen für den öffentlichen Sektor 2021: Teil 2

Hier bin ich wieder, wie versprochen, mit einem weiteren kurzen Blogbeitrag über die fünf wichtigsten Technologieprognosen für den öffentlichen Sektor in diesem Jahr.

DevOps wird durchstarten

Aufgrund der Pandemie waren die IT Ops-Teams im öffentlichen Sektor gezwungen, schnell zu reagieren (denkt z. B. an neue Bürgerservices) und neue Kennzahlen zu implementieren, um sämtliche Veränderungen nachzuverfolgen. Alle diese Aktivitäten fallen auf die ein oder andere Weise in den Bereich DevOps: Ein kultureller Ansatz für die Bereitstellung von IT, bei dem Menschen, Prozesse und Tools kombiniert werden, um die Entwicklung und Bereitstellung digitaler Dienste zu beschleunigen. Aufgrund der verwendeten Legacy-Technologien und -Prozesse ging die Einführung von DevOps-Methoden bei Organisationen des öffentlichen Sektors bislang recht zögerlich vonstatten. In diesem Jahr erwarten wir, dass bei standardmäßigen IT-Prozessen auf die für DevOps typischen flexiblen, agilen Abläufe gesetzt wird, da dies öffentlichen Verwaltungen helfen wird, ihre IT-Prozesse und ihre gesamte IT-Kultur zu modernisieren.

Zero Trust wird an Bedeutung gewinnen

Im Jahr 2020 hat die Tendenz zu Remote-Arbeit zur Aufweichung der traditionellen Organisationsgrenzen geführt, dabei aber auch neue Möglichkeiten für Cyberbedrohungen eröffnet und damit die Angriffsfläche von Organisationen vergrößert. Vor diesem Hintergrund erwarten wir, dass das Zero Trust-Securitymodell im öffentlichen Sektor an Bedeutung gewinnen wird. Zu diesem Thema hat Splunk bereits lesenswerte Ideen zur Umsetzung von Zero Trust-Sicherheitsprinzipien im öffentlichen Sektor veröffentlicht.

Durch die Pandemie und die damit einhergehenden Veränderungen sowie den im öffentlichen Sektor vorherrschenden Wunsch nach mehr Resilienz gehen wir davon aus, dass Endpunkt-Security im Jahr 2021 und darüber hinaus eines der wichtigsten IT-Sicherheitsthemen im öffentlichen Sektor sein wird.

Ransomware-Angriffe nehmen zu und erfordern umfangreichere Gegenmaßnahmen

Im Jahr 2020 haben Ransomware-Angriffe in Sachen Häufigkeit, Raffinesse und Auswirkungen zugenommen. Durch die Verfügbarkeit von out-of-the-box Ransomware-Software steigt nun zudem die Zahl der potenziellen Angreifer. Die Angriffsziele reichten von privatwirtschaftlichen Unternehmen bis hin zu kritischer nationaler Infrastruktur. Laut Schätzungen der ENISA wurden 2019 wegen Ransomware-Angriffen 10,1 Milliarden Euro an Lösegeld bezahlt. In Deutschland hat Ransomware im September die Notfallversorgung eines Düsseldorfer Krankenhauses unterbrochen, das gesamte IT-Netzwerk des Krankenhauses lahmgelegt und dafür gesorgt, dass Notfallpatienten in andere Krankenhäuser geschickt werden mussten.

Leider wird sich dieser Trend auch im Jahr 2021 fortsetzen und Einrichtungen der öffentlichen Hand werden unter zunehmendem Druck stehen, sich vor Ransomware schützen zu müssen.

Edge-Computing könnte im Verteidigungssektor Anwendung finden

Beim Edge-Computing wird die Informationsverarbeitung aus zentralisierten Datenzentren an den äußeren Rand des Netzwerks (den "Edge") verlagert, also dorthin, wo die Daten erzeugt und Maßnahmen durchgeführt werden. In verschiedenen Bereichen des öffentlichen Sektors könnte dies ungeahnte Möglichkeiten und Vorteile bringen.

Dies gilt ganz besonders für Verteidigungseinsätze, z. B. auf einem Schiff, in einem Flugzeug oder bei einem Auslandseinsatz. „Wenn man mit einer Plattform arbeitet, die von der Hauptbetriebsumgebung isoliert ist und nur eingeschränkte Kapazität bietet, dann ist der Zugriff auf Daten und unmittelbare Erkenntnisse wirklich wichtig“, erklärt Suzanne Campbell, Splunks Area Vice President für Federal Sales Engineering.

Neue Anwendungen für KI/ML mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen

Wir wissen, dass es viele potenzielle Anwendungsfälle für künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML) im öffentlichen Sektor gibt. Klar ist aber auch, dass die Umsetzung von Ethik-, Fairness- und Sicherheitsüberlegungen abhängt. Zum Beispiel muss der Einsatz von Gesichtserkennungstechnologie durch die Polizei mit starken Sicherheitsvorkehrungen einhergehen.

Wir bei Splunk sind uns dieser Diskussion bewusst und haben daher letztes Jahr zusammen mit dem Weltwirtschaftsforum (WEF) einen praktischen Leitfaden erarbeitet, um die KI-Nutzung im öffentlichen Sektor über das öffentliche Beschaffungswesen anzustoßen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Innovation, Effizienz und ethischen Grundsätzen.

Für 2021 erwarten wir, dass KI/ML im öffentlichen Sektor nochmal Fahrt aufnehmen wird – bei bekannten Anwendungsfällen (Betrugserkennung, Beantwortung von Bürgeranfragen, Anomalieerkennung für Cybersicherheit), aber auch in neuen Bereichen (KI im Verteidigungssektor). Für April dieses Jahres erwarten wir außerdem, dass die EU „Hochrisiko“-Anwendungen von KI regulieren wird. Dies kann sich unter Umständen darauf auswirken, wie KI von Einrichtungen im öffentlichen Sektor genutzt werden darf.

Wenn ihr mehr über diese Technologietrends erfahren möchtet, besucht unsere Website – dort findet ihr unsere vollständigen Prognosen für den öffentlichen Sektor (Fokus USA).

Clara ist Government Affairs Spezialistin mit besonderem Interesse an der Europäischen Union (EU). Sie lebt in Brüssel verfolgt jedoch die politischen Entwicklungen in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden.

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