Findet heraus, wie künstliche Intelligenz (KI) einige der bekanntesten Tiere unseres Planeten retten kann.
Dieser Blog beruht auf einem konstruktiven Austausch zwischen WWF und Cisco/Splunk über Herausforderungen im Artenschutz – insbesondere in Südostasien – und die Möglichkeit, diese mit KI besser zu bewältigen.
Das Dream-Team hinter dieser Vision:
WWF Singapur
Cisco/Splunk
Aufgrund von weit verbreiteter Wilderei und dem Verlust ihres Lebensraums nehmen die Wildtierpopulationen weltweit ab. Laut dem Living Planet Report 2024 des WWF sind die durchschnittlichen Populationsgrößen bei Wildtieren seit den 1970er-Jahren auf globaler Ebene um 73 % geschrumpft.
Quelle: WWF Living Planet Report 2024
In Asien, wo es viele Gebiete mit hoher Artenvielfalt gibt, beträgt der Rückgang 60 %. Tiger gelten mittlerweile in Kambodscha, Laos und Vietnam als ausgestorben, und Arten wie der asiatische Elefant stehen aufgrund von Wilderei und der Zerstörung ihres Lebensraums stark unter Druck.
Wilderei nimmt in Südostasien noch immer kritische Ausmaße an, da die Nachfrage nach exotischen Tieren, Buschfleisch und Luxusprodukten hoch ist. Jeder Teil des Tigers – von den Schnurrhaaren bis zum Schwanz – wird für die Verwendung in der traditionellen Medizin, als Statussymbol oder Trophäe gehandelt.
Ein neuer Trend ist der illegale Handel mit Elefantenhaut als Mittel gegen Krankheiten wie Arthritis, obwohl es keinerlei wissenschaftlichen Beleg für einen medizinischen Nutzen gibt.
Der illegale Handel mit Elefantenhaut für dekorative Perlen oder medizinische Pulver grassiert seit 2018 und stellt eine beträchtliche Bedrohung für die Elefantenbestände dar. Der Handel konzentriert sich mittlerweile verstärkt auf asiatische Elefanten, einschließlich Kühen und Kälbern, denn während für den Elfenbeinhandel „nur“ die Bullen mit ihren Stoßzähnen interessant waren, haben alle Elefanten Haut.
Quelle: National Geographic
Jedoch ist heute die größte, allgegenwärtige und unsichtbare Bedrohung die Schlingfallen-Wilderei. Schätzungsweise 12 Millionen Fallen wurden laut der WWF-Studie Halting Southeast Asia's Snaring Crisis in Schutzgebieten von Kambodscha, Laos und Vietnam ausgelegt. Diese „leisen Killer“ sind für das Phänomen der „leeren Wälder“ verantwortlich – ein verheerender Zustand, bei dem die Wälder an sich zwar noch da sind, die Artenvielfalt in ihrem Inneren jedoch immer stärker zurückgeht.
Quelle: WWF, Silence of the Snares - Southeast Asia’s snaring crisis, Seite 26
Mit billigen, einfach herzustellenden Schlingfallen können Wilderer die Wildtierbestände erheblich dezimieren. Insbesondere mit ausgelegten Drahtschlingen werden wahllos Tiere getötet.
Patrouillen allein reichen nicht mehr aus, um das Problem in den Griff zu bekommen. Ein wirkungsvoller Natur- und Artenschutz hängt heute davon ab, dass Felddaten in verlässliche und verwertbare Informationen umgewandelt werden können. KI-gestützte Tech-Lösungen der nächsten Generation könnten Parkverwaltungen, Rangern und Gemeinden zu fundierteren, datengestützten Entscheidungen verhelfen – durch verbesserte Überwachungssysteme, optimierte Patrouillenrouten, die Vorhersage von Wilderer-Hotspots und eine höhere Effizienz bestehender Maßnahmen.
Darüber hinaus kann die KI den Konflikt zwischen Menschen und Wildtieren durch Frühwarnungen an die lokale Bevölkerung entschärfen. Mit diesem proaktiven Ansatz lässt sich wichtiges Vertrauen aufbauen, so dass aus dem ursprünglichen Konfliktpotenzial ein starkes Bündnis für den Naturschutz entstehen kann.
Der WWF bekämpft Wilderei in der Region, indem er Behörden bei der wirkungs- und verantwortungsvollen Umsetzung von Strafverfolgungsmaßnahmen unterstützt, indigene Völker und die lokale Bevölkerung aufklärt und Systeme zur Überwachung der Biodiversität sowie den Einsatz innovativer Technologie fördert.

Eine der wichtigsten Initiativen, die vom WWF unterstützt werden, ist die Einführung des Spatial Monitoring and Reporting Tools (SMART). SMART ist eine adaptive Managementplattform, die in den letzten elf Jahren von einem Bündnis aus acht führenden internationalen Naturschutz-NGOs entwickelt und gepflegt wurde. Sie wird von Tausenden von Naturschützern an mehr als 1.200 weltweiten Standorten eingesetzt und ist damit das am weitesten verbreitete Tool zum Verwalten von Naturschutzgebieten.
Aufgrund der begrenzten personellen und Kapazitätsressourcen ist SMART allerdings nach wie vor nicht so effektiv, wie es sein könnte. Durch die Integration von Machine Learning (ML) und KI sowie ausreichende Kapazitäten und Unterstützung vor Ort können Daten, die in SMART und anderen Quellen generiert wurden, in aussagekräftige Erkenntnisse verwandelt werden. So lassen sich die knappen Ressourcen zielgerichtet zuteilen. Dieser Ansatz hat das Potenzial, Schutzmaßnahmen an vorderster Front zu stärken und deren Wirksamkeit zu verbessern.
Splunk wurde im Gartner® Magic Quadrant™ for Security Information and Event Management elf Jahre in Folge (2015 bis 2025) als „Leader“ eingestuft – ein eindrucksvoller Beleg für die fortwährende Führungsposition des Unternehmens im Bereich Bedrohungserkennung, -untersuchung und Incident Response.
Die Best Practices von Cisco/Splunk für das moderne SOC (Security Operations Center) könnten mit Blick auf die Erkennung, Untersuchung und Beseitigung von Bedrohungen für Wildtiere in Südostasien durchaus angepasst und auf ein WOC (Wildlife Protection Operations Center ) übertragen werden.

Potenzieller Einsatz von ML/KI in einem WOC zur wirksamen Bekämpfung von Wilderei
Die Kunst des Machbaren
Zweckmäßige, praxisorientierte Anwendungen für den Wildtierschutz:
Ein mit Splunk machbares WOC – Wildlife Protection Operation Center
(Haftungsausschluss: nur zu illustrativen Zwecken)
Am meisten hat mich der enorme Umfang der bereits vorhandenen Daten beeindruckt: Patrouillenrouten, Artensichtungen, Bedrohungsvorfälle – alles systematisch mit SMART erfasst. Die eigentliche Herausforderung ist nicht die Erfassung der Daten, sondern die Nutzung dieser Daten als Handlungsgrundlage.
Mit einer Plattform wie Splunk können wir die Analysetechniken, die sonst dem Schutz von Unternehmensnetzwerken dienen, ebenso zum Schutz gefährdeter Wildtiere nutzen – mit Mustererkennung, prädiktiver Modellierung und KI-generierten Empfehlungen lassen sich historische Beobachtungen in umsetzbare Patrouillenstrategien verwandeln.
Technologie kann leistungsstarke Tools für den Wildtierschutz liefern, die allein jedoch nicht ausreichen. Ein wirkungsvoller Artenschutz ist ohne Menschen undenkbar, insbesondere ohne Ranger, die im Naturschutz an vorderster Front agieren.
Ihr Arbeitspensum nimmt jedoch stetig zu und reicht von der Bekämpfung der Wilderei bis hin zum Mensch-Wildtier-Konfliktmanagement. Darüber hinaus gibt es in vielen Schutz- und Erhaltungsgebieten Südostasiens zu wenig gut ausgebildete und ausgerüstete Ranger, um dem Verlust der biologischen Vielfalt wirkungsvoll Einhalt zu gebieten. Die Überwachung und der Schutz ausgedehnter Waldlandschaften wird so zu einer riesigen Herausforderung. Aufgrund dieses Mangels an qualifiziertem Personal ist es nur begrenzt möglich, drohende Entwaldung zu verhindern, Wildtiere zu schützen, das Ökosystem zu bewahren und die Ressourcen zu schützen, auf die der Mensch angewiesen ist.
Es gibt mehr Friseure in Großbritannien als Ranger, die weltweit unsere Nationalparks schützen. Angesichts derart begrenzter Ressourcen wird der Schutz der für uns alle so wichtigen Naturgebiete zu einer enormen Herausforderung.
Daher ist es ausgesprochen wichtig, den Stellenwert der Ranger hervorzuheben. Auf Plattformen wie Instagram, Facebook, YouTube, TikTok und anderen werden täglich Millionen von Posts abgesetzt, die die öffentliche Meinung prägen, das Verhalten beeinflussen und eine lebhafte Diskussion über Ranger anregen.
Folglich spielen die sozialen Medien eine Schlüsselrolle bei der Sensibilisierung, beim Recruiting und beim Werben für öffentliche und staatliche Unterstützung und bieten eine Plattform für die Geschichten der Menschen hinter dem Wildtierschutz und für die Anerkennung ihrer Leistungen. Durch das Teilen von authentischen Geschichten, Videos und Beiträgen von Rangern können Social-Media-Plattformen zum Aufbau von Respekt, emotionaler Bindung, Vertrauen und schließlich zur Unterstützung neuer Weichenstellungen beitragen. Schaut euch z.B. die Story des vietnamesischen Rangers und Elefantenfreundes Thien Le Quoc an.

Quelle: Instagram Quelle: WWF Asia-Pacific
Social-Media-Plattformen können neben der Sensibilisierung für das Thema auch weltweit Gemeinschaften dazu anregen, die Ausbildung und das Wohl von Rangern sowie langfristig angelegte Naturschutzinitiativen zu unterstützen. Außerdem lassen sich hier falsche Vorstellungen über den Beruf korrigieren und Karrieremöglichkeiten präsentieren.
Soziale Medien sind definitiv ein strategisches Instrument, um Rangern mehr Wertschätzung zukommen zu lassen. Dieser Faktor ist kritisch für den Wildtierschutz, denn Technologie allein führt hier nicht zum Erfolg.
Viele Hebel müssen bewegt werden, um die Wilderei im Dschungel Südostasiens zu bekämpfen. Eine der wirksamsten, aber auch schwierigsten Maßnahmen ist die Nachfrage nach Wildtierprodukten einzudämmen, welche auf tief verwurzelte Überzeugungen und Traditionen zurückgeht.
Die Nutzung neuer Technologien wie KI ist hingegen vergleichsweise einfach. Die Verfügbarkeit kritischer Daten, die Übertragung von Best Practices vom SOC aufs WOC und die Möglichkeit, solche KI-gestützten Lösungen zu skalieren, könnte sich für Ranger im Arbeitsalltag als extrem hilfreich erweisen.
Technologie allein reicht jedoch nicht aus. Natur- und Artenschutz sind nur mit einer ausreichenden Anzahl gut ausgebildeter und ausgerüsteter Ranger möglich. Daher ist es ein Muß, den Stellenwert von Rangern als Hüter der Natur stärker hervorzuheben. Dazu können die sozialen Medien als strategisches Instrument einen wichtigen Beitrag leisten.
Achtet auf den kommenden World Ranger Day am 31. Juli 2026 – ein jährlicher Gedenktag, der Ranger würdigt und ihre Arbeit zum Schutz der natürlichen Schätze unseres Planeten und des kulturellen Erbes hervorhebt.
Die führenden Unternehmen der Welt vertrauen auf Splunk, einem Unternehmen von Cisco, um ihre digitale Resilienz mit der einheitlichen Sicherheits- und Observability-Plattform, unterstützt durch branchenführende KI, kontinuierlich zu stärken.
Unsere Kunden setzen auf die preisgekrönten Sicherheits- und Observability-Lösungen von Splunk, um die Zuverlässigkeit ihrer komplexen digitalen Umgebungen zu sichern und zu optimieren – in jeder Größenordnung.