Splunk Life

Wir sind Splunk: Maike Ganzer – Strategic Sales & Enablement Advisor

Bei „Wir sind Splunk“ fühlen wir unseren Splunkern immer ganz genau auf den Zahn. Heute ist Maike Ganzer dran. Sie ist unsere Strategic Sales & Enablement Advisor. Im Interview erzählt sie uns von ihren Erfahrungen in der Hotellerie, ihrer ersten turbulenten Woche bei Splunk und von einer verrückten Party in Stockholm. Außerdem verrät sie uns, warum Vorbereitung das halbe Leben ist. Viel Spaß damit!


Hallo Maike! Schön, dass du da bist und Zeit für uns hast. Die erste Frage lautet wie immer: Wer bist du und was sind deine Million Data Points?

Hi Daniel – Danke Dir für die Einladung! Ich wohne in Frankfurt mit meinem 12 jährigen Sohn, den ich kontinuierlich versuche davon zu überzeugen, dass es Alternativen zu  “YouTuber” als Berufswunsch gibt..  Meine Familie kommt ursprünglich aus dem Rheingau, meine Großeltern hatten ein eigenes Weingut und meine Mutter war sogar Rheingauer Weinkönigin, was sicherlich auch ein wenig erklärt, warum ich für gutes Essen und Trinken immer gerne zu haben bin. Ansonsten treffe ich mich in meiner Freizeit gerne mit Freunden oder bin sportlich unterwegs. Beim Tauchen, Ski fahren, Sport an der frischen Luft oder einem guten Buch kann ich am Besten abschalten. Ansonsten reise ich gerne. Mein Sohn hat kürzlich seinen Open Water Schein gemacht und ich bin gespannt, wo uns die nächsten Urlaube so hintreiben. In meinem früheren Leben habe ich mich für Inklusion und Diversität am Arbeitsplatz eingesetzt und plane sehr fest, dieses auch bei den ERGs (Employee Resource Groups) bei Splunk zu tun. Zeitlich hat das leider im ersten Jahr noch nicht ganz so gut geklappt, wie ich gehofft hatte. 

Warst Du schon immer in der IT tätig?

Nein, ich bin eine klassische Quereinsteigerin und habe einen etwas unkonventionellen Lebenslauf. Nach dem Abitur bin ich zuerst in die Hotellerie gegangen. Ein Studium war mir damals zu theoretisch. Ich wollte unbedingt arbeiten und die Hotellerie fand ich einfach sehr spannend. Das war eine sehr prägende Zeit. Über Umwege bin ich dann in die IT hineingestolpert. Mit viel Learning-on-the-Job: zunächst als Office Assistant und Sales Support in einem kleinen Softwareunternehmen. Dann bei Altiris als EMEA Sales Support Center Managerin, wo ich ein europäisches Sales Support Center Team aufbauen durfte – eine mega-spannende Aufgabe, auch wenn ich mich immer wieder gefragt habe, ob ich dafür eigentlich qualifiziert genug bin. Klassisches Imposter-Syndrom eben (lacht). Vielleicht auch ein Grund, warum ich den Mangel an akademischer Ausbildung dann letztes Jahr mit einer Weiterbildung zum Systemischen Business Coach final etwas ausgeglichen habe. Der letzte große Meilenstein war dann Dell Technologies. Dort war ich 15 Jahre in unterschiedlichen Managementfunktionen tätig.  Eine großartige Zeit mit einigen Lernkurven und vielen Menschen, von denen einige zu Freunden und BegleiterInnen geworden sind.  Seit November 2021 bin ich bei Splunk.

Inwiefern hat dich deine Zeit in der Hotellerie geprägt?

Ich habe eine klassische Ausbildung als Hotelfachfrau durchlaufen in einem 5-Sterne-Hotel mit 2-Sterne-Restaurant und einem Weingut im Rheingau. Das war eine tolle, harte und sehr arbeitsreiche Zeit. Ich habe erst nach einem halben Jahr erfahren, dass es auch eine Mittagspause gibt (lacht). Anschließend ging es für mich nach Frankfurt in das neu eröffnete Hilton Hotel als Direktionsassistentin. Später war ich dort im Veranstaltungs- und Eventbereich tätig. Diese ganze Zeit hat mein Selbstverständnis für Kunden sehr geprägt. Erst wenn der Gast das Hotel verlässt und komplett glücklich und zufrieden ist, hat man alles richtig gemacht. Da kannst Du noch so super das Zimmer geputzt haben, wenn der Fisch verkocht ist oder die Rezeption schmollt ist das Gesamtbild dahin. Es ist ein Teamsport - genau wie bei Splunk. Ein weiteres Learning, was mich bis heute prägt, ist der gute alte Spruch aus der Gastronomie: Mise en place ist das halbe Leben. Wenn der Reisebus kommt, dann ist es ratsam, wenn du vorher schon die Tassen, Teller und Löffel aufgedeckt hast und dementsprechend vorbereitet bist. Vorbereitung ist für mich ein Erfolgsfaktor und ich versuche, bestmöglich vorbereitet in Meetings zu gehen. Klappt allerdings auch nicht immer…

Wie war es, nach 15 Jahren bei Dell zu Splunk zu wechseln?

Das war sehr herausfordernd für mich, muss ich sagen. E egal wie sehr ich mich auf das neue Ziel gefreut habe, es war nicht so einfach, die Menschen und das ganze Umfeld aufzugeben. Trotzdem der richtige Schritt zum richtigen Zeitpunkt, auch wenn ich durchaus Sorge vor dem Wechsel hatte und viele Fragen im Kopf gekreist sind. Kann ich mir ein gutes, neues Netzwerk aufbauen? Kann ich das überhaupt, was ich da tun soll? Kriege ich das als alleinerziehende Mutter hin? Der Monat bevor ich gestartet bin war eigentlich der schlimmste. Den hab ich mir vollgepackt mit Online Kursen und Weiterbildungen die ich immer schon machen wollte. Im Nachhinein wäre etwas Ruhe schon auch gut gewesen. Ein Jahr weiter bin ich wahnsinnig glücklich, diesen Schritt gemacht zu haben. 

Jetzt bist du schon eine Weile bei Splunk und kennst unsere Kultur. War die Aufregung berechtigt?

Ich glaube, man ist wahrscheinlich immer aufgeregt. Das zeigt ja auch, dass es wichtig ist. Aber rückblickend war sie natürlich überflüssig. Ich bin hier ausschließlich auf motivierte, engagierte, gleichzeitig aber auch entspannte und verständnisvolle KollegInnen gestoßen. Und das hätte ich mir nach den angenehmen Bewerbungsgesprächen auch eigentlich denken können. Ein Beispiel, woran sich die Kultur für mich gleich in der ersten Woche messen ließ, war ein Training mit meiner Chefin Katie. Ich hatte die Möglichkeit mit ihr nach Stockholm zu fliegen, um sie dort bei einem Training zu begleiten. In der Nacht vor dem Flug stand mein Sohn vor mir und hat sich ohne Ankündigung einmal im Zimmer übergeben. Kein gutes Timing (lacht). Es war ein furchtbares Gefühl, direkt in der ersten Woche eine Situation zu haben, in der ich möglicherweise Termine canceln musste. Es war so unglaublich wertvoll in dieser Situation zu hören: “Hey, ich verstehe die Situation, es ist kein Problem, ich habe selbst Kinder. Wenn Du später fliegen kannst, dann verschiebe den Flug, ansonsten gibt es eine andere Gelegenheit.” So kam dann die Oma etwas früher und ich etwas später nach Stockholm - aber mit dem Gefühl, dass es in Ordnung ist.  

Was ist denn genau deine Rolle bei Splunk und ist sie sehr verschieden von dem, was du vorher gemacht hast?

Ich bin bei Splunk Strategic Sales & Enablement Advisor für EMEA Central und Nord – ein langer Titel. Sales Enablement ist bei Splunk eine tolle Möglichkeit, mit den Sales Teams zusammenzuarbeiten und einen Raum zu schaffen, in dem sich die KollegInnen ausprobieren können.  Ich glaube fest daran, dass man nie ausgelernt hat, egal wie erfahren man ist. Sich hier auszutoben und eng mit den Sales Teams zu arbeiten und auch das Vertrauen zu bekommen, sich etwas trauen zu dürfen, macht meinen Job für mich sehr besonders. Bei Dell hatte ich verschiedene Rollen im Vertrieb von Management bis Enablement, aber genau dieser Hintergrund hilft sehr. Es ist schon ein Unterschied, ob Du selbst mal in der Arena in der Mitte gestanden bist oder nur davon erzählst. 

Was ist das Beste an deinem Job?

Da gibt es vieles. Die Arbeit mit Menschen bereichert mich. Ebenso zu sehen, wie sich KollegInnen  ausprobieren und mir Vertrauen entgegenbringen. Und zusätzlich die kreative Seite meines Berufs, es geht darum, sich auf das Gegenüber vorzubereiten und nicht nur auf den Inhalt. Das, was wir tun, muss immer nah am Vertrieb sein und die Themen treffen, die der Vertrieb braucht. 

Wie viele Workshops und Trainings leitest du im Schnitt?

Das ist sehr unterschiedlich. Es gilt immer: Klasse statt Masse. Wir machen also lieber einen guten, relevanten, fundierten Workshop als 20, bei denen das nicht der Fall ist und man nur die Zeit stiehlt. Es gibt natürlich auch Zyklen: Am Quartalsende sind die Leute eher mit anderen Dingen beschäftigt. Dann gibt es wieder Zeiten, zu denen sehr viele KollegInnen auf mich zukommen. Im Schnitt sind es vielleicht zwei Workshops die Woche. Das klingt vielleicht wenig, aber man muss diese Workshops planen, aufbauen, sich immer wieder an neue Teams und unterschiedliche interkulturelle Hintergründe anpassen: Beneluxstaaten, nordische Länder, die DACH-Region – alle ticken ein bisschen anders. Copy-Paste funktioniert nur in Teilen und neben den Workshops versuche ich auch unsere neuen MitarbeiterInnen auf Ihrer Splunk-Journey zu begleiten. 

Bist du noch aufgeregt vor Workshops?

Auf jeden Fall! Vertriebler sind eine anspruchsvolle Zielgruppe…  Es wird sicherlich weniger und trotzdem bin ich immer aufgeregt, ob sich die Zeit, die die KollegInnen investieren auch lohnt. Was ist nach dem Workshop besser als vorher? Das ist immer die Frage, die beantwortet werden muss, denn die eigentliche Arbeit fängt NACH dem Workshop an.  

Wie siehst du deine Entwicklungsmöglichkeiten bei Splunk?

Das, was ich tue, ist erstmal genau das, was ich tun will - ich liebe meinen Job! In meiner Rolle gibt es viel Entwicklung und Wachstum, insbesondere von Wissen und Skills. Außerdem versuche ich, mich einmal im Jahr extern weiterzubilden und mich selbst herauszufordern. Splunk unterstützt das mit einem Education Budget, das man eigenständig investieren kann.

Gibt es eine Erfahrung, die dich beruflich besonders geprägt hat?

Es gibt viele Situationen, die mich geprägt haben, sowohl positiv als auch negativ. Meine erste Führungsrolle bei Altiris war sicher eine prägende Zeit, weil ich in das ganze Thema Management mit Ende 20 relativ früh und ungeplant angenommen habe. Sich der Rolle bewusst zu machen und mit den Fragen und Emotionen anderer umzugehen, ohne sich darin zu verlieren, war eine Lernkurve. Zusätzlich sicher auch bei Dell nach dem Mutterschutz wieder zurückzukommen und zu verstehen wohin ich eigentlich wirklich will und was meine Stärken sind war auch wichtig und prägend. Und dann die vielen tollen Momente die einen so wahnsinnig stolz und zufrieden machen, in jedem dieser tollen Teams in denen ich arbeiten durfte. 

Was war dein bisher liebster Splunk-Moment?

Oh, da gibt es so viele Momente in diesem einem Jahr, die in Frage kommen: von tollen Reisen bis zu spannenden Meetings. Eventuell würde ich das erste Face-to-Face Training in Nordics nennen, das war für mein berufliches Selbstverständnis sehr wichtig. Ich war gerade drei Monate dabei und durfte mit einer tollen Kollegin ein Training in Stockholm für das gesamte Nordics-Team mit 60 Leuten durchführen. Den Workshop hatten wir selbst designed und dementsprechend war ich wahnsinnig aufgeregt, ob das alles so klappen würde. Während des Trainings gab es einen Moment, an dem alle an den Flipcharts gearbeitet haben in kleineren Gruppen. Da habe ich gemerkt: Supercool, unser Plan geht auf, es funktioniert! Die Party danach war ebenfalls großartig, aber für die Details langt die Zeit hier, glaube ich nicht.  Es folgten viele liebste Momente. Der letzte war gerade erst vor ein paar Wochen mit meinem Central Team bei einem tollen Offsite-Meeting in Kitzbühel. Das war sehr inspirierend, weil wir sogar einen Kunden einladen konnten. Und auch hier hatten wir unendlich viel Spaß miteinander als Team. Es gab also sehr viele coole "Splunky-Moments" - so viel steht fest. Und ich freue mich auf viele mehr!