3 wichtige BSI-Dokumente, die jeder SIEM- & SOC-Verantwortliche kennen muss
Security Matthias MaierSchon seit einiger Zeit ist das neue IT-Sicherheitsgesetz 2.0 (IT-SiG 2.0) in Kraft. Durch dieses neue Gesetz werden deutlich mehr Unternehmen als KRITIS-Betreiber eingestuft. Das sorgt bei vielen Verantwortlichen für Kopfzerbrechen. Und auch IT-Abteilungen fragen sich: „Sind wir jetzt KRITIS?” Und wenn ja, „Was müssen wir jetzt beachten?”.
Was bedeutet das neue IT-SiG 2.0 für Unternehmen?
Was ist das BSIG?
Das BSI-Gesetz ist das wichtigste Gesetz zur KRITIS-Regulierung und beschreibt Aufgaben und Pflichten der KRITIS-Betreiber. So verpflichtet das BSIG KRITIS-Betreiber beispielsweise dazu, angemessene Sicherheitsmaßnahmen einzusetzen. Hierzu gehören z. B. Systeme zur Angriffserkennung und Bearbeitung.
Das BSIG schreibt auch vor, dass diese Sicherheitssysteme bis spätestens 01. Mai 2023 in Betrieb sein müssen:
Spätestens nach zwei Jahren, also bis Mai 2025, muss jeder Betreiber von Kritischen Infrastrukturen einen entsprechenden Nachweis über die Inbetriebnahme an das BSI erbringen. Darüber hinaus ist dem BSI anschließend im regelmäßigen Turnus von zwei Jahren ein Nachweis über den aktiven Betrieb der entsprechenden Systeme zu erbringen:
Wie können IT-Verantwortliche die BSIG-Vorgaben umsetzen?
Hierzu stellt das BSI selbst Orientierungshilfen, Leitlinien, Empfehlungen, Auslegungshilfen und Anwendungshinweise herstellerneutral zur Verfügung. Wir haben euch unten 3 wichtige Dokumente verlinkt, die wirklich jeder SIEM- bzw. SOC-Verantwortliche kennen sollte. Denn diese BSI-Dokumente zeigen sehr detailliert und praxisnah auf, welche Fähigkeiten in der IT-Sicherheit für die digitale Souveränität aufgebaut werden müssen. Nutzt also diese BSI-Dokumente als hilfreiche Orientierung und studiert sie sorgfältig:
(1) Konkretisierung der Anforderungen an die gemäß § 8a Absatz 1 BSIG umzusetzenden Maßnahmen
(2) Mindeststandard des BSI zur Protokollierung und Detektion von Cyber-Angriffen
(a) Protokollierungsrichtlinie Bund (PR-B)
Protokollierung zur Detektion von Cyber-Angriffen auf die Informationstechnik des Bundes, einschließlich der Umsetzungsrichtlinie zu § 5 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und i. V. m. Satz 4 BSIG
(3) Orientierungshilfe zum Einsatz von Systemen zur Angriffserkennung (SzA) (Community Draft)
Ihr seht: Für euch als verantwortliche Person für SOC- bzw. SIEM-Projekte hat das BSI bereits heute schon Projektziele, Scope, Vorgehensweise und – mit dem BSIG – sogar den Business Case erarbeitet. Diese gilt es nun erfolgreich umzusetzen.
Jetzt liegt es an euch. Welche Anforderungen und Fähigkeiten habt ihr bereits Umgesetzt? Und: Wo befinden sich ggf. Lücken oder offene Fragen? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!
KRITIS-Vorgaben erfolgreich umsetzen
- Was wird IT-Entscheidern in Kritischen Infrastrukturen (KRITIS) heute und in Zukunft mit dem IT-SiG 2.0 abverlangt?
- Was sind die wichtigsten Neuerungen des IT-SiG 2.0? Und wen betreffen sie?
- Wer gilt jetzt als KRITIS-Betreiber und „Unternehmen in besonderem öffentlichem Interesse”?
- Was müssen IT-Entscheider fristgerecht umsetzen?
Und klar, wahrscheinlich habt ihr selbst danach noch eine ganze Reihe weiterer Fragen. Das hatten viele andere vor euch auch, z. B. Stadtwerke wie die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH, IT Dienstleister wie DATEV, Logistikunternehmen wie Dachser oder auch internationale Konzerne wie Siemens (all diese Unternehmen setzen übrigens seit Jahren auf Splunk).
Wendet euch gerne direkt an uns. Wir helfen euch, selbst die härtesten Nüsse im Bereich Cybersecurity, Sicherheitsbetrieb und Security Automatisierung zu knacken. Das ist unsere Spezialität bei Splunk.
Grüße,
Matthias
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