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Zurück in die Schule oder Universität? Bei der Planung geht es vor allem um Daten

Es ist ein Mysterium, warum die Film-Community damals glaubte, ein Kultfilm wie „Grease“ brauche eine Fortsetzung. Doch leider kam „Grease 2“ dann wirklich auf die Kinoleinwand und brachte rund um Bowling und Talentshows neue Angstthemen aufs Teenager-Radar. Der erste Titel des Soundtracks, „Back to School Again“ von den Four Tops, bildet die Kulisse für eine Tanzeinlage, bei der sich Teenager in Tellerröcken und Lederjacken kopfschüttelnd und füßeschleifend durch den Haupteingang der Rydell High School schleppen. Auch heute noch trifft der Schul- und Uni-Start bei jungen Menschen selten auf Begeisterung, allerdings aus unterschiedlichen Gründen.

Dieses Jahr bedeutet die Rückkehr an die Schulen und Universitäten etwas ganz anderes als damals für die Grease-Generation. Jetzt geht es nämlich darum, die Ansteckungsgefahr auf dem Campus zu minimieren und Modernisierungsmaßnahmen auf den Weg zu bringen, die digitale Zusammenarbeit und digitales Lernen ermöglichen. Es geht darum, ein gesundes Lernumfeld zu schaffen, in dem die Entwicklung und die Gemeinschaft gleichermaßen gefördert werden.

Damals mag ein guter Milchshake oder ein Hula-Hoop-Wettbewerb ausreichend gewesen sein.

Global RestartHeute dreht sich alles um Daten. Die Behörden der öffentlichen Hand öffnen nach der ersten Welle der Pandemie langsam wieder ihre Tore und sind auf riesige Mengen fundierter, zuverlässiger Daten angewiesen, um einen komplexen Prozess praktisch ohne Spielraum für Fehler bewältigen zu können.

Der Campus ist nur eine von vielen Umgebungen, für die Führungskräfte des öffentlichen Sektors gangbare Lösungen finden müssen. „Campus“ ist in dieser Blog-Serie übrigens als Sammelbegriff für alle postsekundären Bildungseinrichtungen wie Schulen und Universitäten zu verstehen, die nach dem COVID-19-Ausbruch dieselbe Planung für die operative Kontinuität durchlaufen.

Eine sichere Rückkehr an Schulen und Universitäten ist allen wichtig. Leben und Lebensunterhalt hängen davon ab. Dennoch stellt Splunk in seinem neuen E-Book zur Wiederaufnahme des Betriebs nach dem COVID-19-Ausbruch fest, dass „Rückkehr an den Arbeitsplatz“ oder „Wiederaufnahme“ täuschend einfache Bezeichnungen für ein komplexes Problem sind, das so vielfältig ist, wie die Arbeitsplätze, an denen wir tätig sind, die Programme, die wir ausführen und die Menschen, für die wir Serviceleistungen erbringen.

Das Ganze könnte sich viel einfacher gestalten, wenn alle in absehbarer Zukunft von zu Hause aus arbeiten und studieren könnten. Wir hatten nun einige Monate Zeit, uns daran zu gewöhnen, und haben dabei auf diverse Veranstaltungen und Traditionen verzichtet. Doch in vielen Bereichen des öffentlichen Sektors – von der Gesundheitsfürsorge über die persönliche Erbringung von Bürgerdienstleistungen bis hin zur Verwaltung kritischer Infrastrukturen – ist es noch immer erforderlich, dass Mitarbeiter an einem bestimmten Ort zusammenkommen.

Oftmals kommen diese Mitarbeiter dann mit der breiteren Öffentlichkeit in Kontakt, auch wenn die Bürger im Sinne der öffentlichen Gesundheit standardmäßig dazu aufgerufen werden, ihre Kontakte einzuschränken.

Alles in allem sind wir mit einer unvermeidlichen Realität konfrontiert: Eine sichere, gesundheitsorientierte Rückkehr an den Arbeitsplatz ist erfolgskritisch für jede Organisation, die auf Mitarbeiter mit persönlichem Kontakt zu Menschen angewiesen ist. Die Mitarbeiter müssen in der Lage sein, zuverlässig auf neue, noch nie dagewesene Bedingungen zu reagieren. Dazu brauchen sie Managementpraktiken, die flexibel genug sind, um Anpassungen und Reaktionen auf weitere Phasen der Pandemie zu ermöglichen.

Das bedeutet im Klartext: So unterschiedlich die Mitarbeitererfahrungen in Büros, an Kundenserviceschaltern oder in den Notaufnahmen der Krankenhäuser auch sein mögen, eine erfolgreiche Rückkehr an den Arbeitsplatz hängt immer von ein und derselben Sache ab: nämlich von der Fähigkeit, schnell Daten als Grundlage für rasche und fundierte Entscheidungen zu sammeln.

Resilienz hat oberste Priorität

In eurer Stellenbeschreibung als Mitarbeiter im öffentlichen Dienst steht vielleicht nicht unbedingt, dass ihr für eine sichere, belastbare Belegschaft Sorge tragen sollt. Dennoch zählt dies jetzt zu euren Aufgaben, denn alle anderen Aufgaben hängen davon ab.

Bis Anfang 2020 brauchten die meisten Menschen sich keine Sorgen um ihre Gesundheit und Sicherheit zu machen, wenn sie an ihren Arbeitsplatz zurückkehrten bzw. ihren Dienst wieder aufnahmen. Führungskräfte hatten Zugriff altbekannte Tools und Standards, um vorhersehbaren Gefahren zu begegnen.

Heute sieht die Realität anders aus. Während die Pandemie ihren Lauf nimmt, benötigt ihr eine neue Palette von Daten und Tools, um die frühere Unbeschwertheit und das Sicherheitsgefühl am Arbeitsplatz wiederherzustellen. Die meisten Vorgesetzten werden ihrer Verantwortung gerecht und kümmern sich um die Sicherheit ihrer Mitarbeiter. Gleichzeitig wissen sie jedoch, dass es auch eine ganz pragmatische Seite der Medaille gibt: Wenn Mitarbeiter nicht sicher und gesund sind und darüber hinaus auch nicht zuversichtlich sind, dass sie sicher und gesund bleiben werden, werden sie auch ihre Aufgaben nicht so gut ausführen, wie sie es eigentlich könnten.

Die Erfüllung all dieser grundlegenden Bedürfnisse und Erwartungen hängt von Daten ab – Daten die Aufschluss geben über eine Reihe von Arbeitssituationen, über die Ausbreitung des Virus an unterschiedlichen Orten sowie über die Auswirkungen auf die Gesundheit eurer Mitarbeiter und das Funktionieren eurer Behörde.

Datenschutz ist nach wie vor enorm wichtig

Darüber hinaus muss beachtet werden, dass bei der Erfüllung dieser Erwartungen die Daten von wirklich jeder Person zu schützen sind, seien es nun Studierende, Mitarbeiter oder Führungskräfte. Das bedeutet, dass der Erfolg unserer Behörden und die Erfüllung ihrer grundlegenden Aufgaben von einer Plattform abhängig sind, die die personenbezogenen Daten des Einzelnen streng schützt und gleichzeitig die aggregierten Echtzeitdaten liefert, die für eine Reaktion auf veränderte Umstände und den Schutz aller Beteiligten erforderlich sind.

Global RestartFazit

Eine solch große, plötzliche Umstellung ist selten einfach. Mit den richtigen Tools zum Erfassen und Analysieren von Daten könnt ihr jedoch den Respekt und das Vertrauen von Mitarbeitern, Studierenden und Dozenten gewinnen – und das zu einem Zeitpunkt, zu dem Vertrauen das höchste Gut ist. Und wenn ihr die richtigen „Back to School“-Strategien findet, könnt ihr beginnen, eure Behörde oder Institution auf eine Zukunft vorzubereiten, in der Informationsaustausch und Zusammenarbeit die Grundlage für dauerhaften Erfolg sein werden. Weitere Informationen zur Rückkehr nach COVID-19 findet ihr in unserem neuen E-Book „In 5 Schritten mit Daten zu einem widerstandsfähigeren Arbeitsumfeld“.

*Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt und editiert. Den Originalblogpost findet ihr hier: With 'Back to School' Planning Upon Us, It’s All About the Data (6.6.2020).

Juliana Vida ist Chief Technical Advisor – Public Sector bei Splunk. In dieser technischen Expertenrolle ist sie für innovatives Denken auf Führungsebene rund um die Splunk Plattform zuständig. Vor ihrer Tätigkeit bei Splunk fungierte sie bei Gartner als Beraterin für CIOs und IT-Leiter von amerikanischen Bundesbehörden. Sie ist US-Marineoffizierin a.D. und hat 24 Jahre lang ehrenvoll als Schiffsführerin eines Kriegsschiffes und hochdekorierte Hubschrauberpilotin gedient. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere bei der US Navy fungierte sie als Deputy CIO der Marine im Pentagon.

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