Security Operations Centers (SOCs) spielen eine entscheidende Rolle beim Schutz der Assets von Unternehmen. Im Rahmen einer kürzlich von Cisco in Auftrag gegebenen Doppelblindstudie wurden wichtige Elemente des Datenmanagements im SOC beleuchtet und sehr aufschlussreiche Trends und Herausforderungen zutage gefördert. In diesem Blogbeitrag nehmen wir die wichtigsten Erkenntnisse der Studie näher unter die Lupe und schauen uns an, wie Unternehmen ihre Sicherheitsdaten verwalten, welche Kosten damit verbunden sind, vor welchen Herausforderungen sie stehen und mit welchen Vorteilen und Best Practices zukunftsorientierte Sicherheitsexperten aufwarten können.
Ein bemerkenswertes Ergebnis der Studie ist, dass Unternehmen Speicherlösungen in der Cloud bevorzugen. Laut Datenlage gaben 55,6 % der Befragten an, dass ihr Unternehmen Sicherheitsdaten in einer öffentlichen Cloud speichert. Diese Präferenz unterstreicht das wachsende Vertrauen in Anbieter öffentlicher Clouds zur Speicherung sensibler Informationen. Öffentliche Clouds bieten Skalierbarkeit, Flexibilität und sind kostengünstig – und damit für viele Unternehmen eine attraktive Option.
Des Weiteren gaben 50 % der Befragten an, für die Speicherung von Sicherheitsdaten eine hybride Cloud-Umgebung zu nutzen. Hybride Clouds vereinen die Vorteile öffentlicher und privater Clouds auf sich und bieten Unternehmen damit die Möglichkeit, kritische Daten unter Kontrolle zu behalten und gleichzeitig die Skalierbarkeit öffentlicher Cloud-Services zu nutzen. Mit dieser ausgewogenen Lösung lassen sich Bedenken hinsichtlich Datensicherheit und Compliance ausräumen.
Die Datenkosten unter Kontrolle zu behalten stellt eine beträchtliche Herausforderung für SOCs dar. Laut der Studie hat ein Viertel der Befragten die prognostizierten Datenkosten moderat überschritten, wobei die Budgetüberschreitung zwischen 11 und 25 % lag. Diese Diskrepanz verdeutlicht noch einmal, wie schwierig die genaue Vorhersage datenbezogener Kosten für Unternehmen ist. Faktoren wie ein unerwarteter Anstieg der Datenmenge, Änderungen bei den Speicheranforderungen und immer neue Sicherheitsbedrohungen können zu solchen Mehrkosten beitragen.
Positiv ist, dass 33 % der Befragten im Rahmen der budgetierten Datenkosten geblieben sind. Dieser Erfolg spricht für wirksame Strategien beim Management der Kostendaten und unterstreicht die Bedeutung präziser Prognose- und Budgetierungsverfahren Unternehmen, denen es gelingt, ihre Ist-Kosten mit den Kostenprognosen in Einklang zu bringen, sind besser aufgestellt, wenn es um die Optimierung ihrer Ressourcen und dauerhafte finanzielle Stabilität geht.
Die Datenaufnahme sorgt dafür, dass Sicherheitsdaten effizient erfasst, verarbeitet und analysiert werden, und ist somit ein entscheidender Prozess im SOC. Im Rahmen der Studie wurden zwei kritische Komponenten in diesem Prozess identifiziert, und zwar das Onboarding und die Indizierung der Daten.
49 % der Befragten hoben die große Bedeutung des Daten-Onboardings im Datenaufnahmeprozess hervor. Das Daten-Onboarding umfasst die Integration neuer Datenquellen in das bestehende System und sorgt dafür, dass die Daten korrekt erfasst werden und für die Analyse bereitstehen. Effektive Onboarding-Verfahren sind unerlässlich für eine dauerhafte Datenintegrität und rechtzeitige Bedrohungserkennung.
Darüber hinaus unterstrichen 56 % der Befragten die wichtige Rolle der Indizierung im Datenaufnahmeprozess. Im Rahmen der Indizierung werden die Daten so organisiert, dass sie schnell und effizient abrufbar sind. Eine sorgfältige Indizierung sorgt dafür, dass Sicherheitsanalysten unverzüglich auf relevante Daten zugreifen, besser auf Sicherheitsvorfälle reagieren und diese gründlicher untersuchen können.
Die Studie gab auch Aufschluss über die Herausforderungen, mit denen Unternehmen beim Management von Sicherheitsdaten konfrontiert sind. Laut 43 % der Befragten liegt ein beträchtliches Problem im raschen Anwachsen der Datenmenge. Da das Volumen an Sicherheitsdaten weiterhin ansteigt, müssen SOCs Mittel und Wege finden, ihre Datenmanagement-Infrastruktur zu skalieren, um den Informationszustrom ohne Leistungseinbußen bewältigen zu können.
Eine weitere Herausforderung besteht laut 41 % der Befragten darin, die richtige Balance zwischen dem umfassenden Datenbedarf und einer Informationsüberflutung zu finden. Während eine umfassende Datenerfassung wichtig für ein wirksames Security-Monitoring ist, kann ein übermäßiges Datenangebot Analysten überfordern und sich negativ auf ihre Fähigkeit auswirken, kritische Bedrohungen zu identifizieren. Unternehmen müssen daher einerseits eine ausreichende Datenmenge erfassen und andererseits dafür sorgen, dass diese Daten überschaubar und als Handlungsgrundlage einsetzbar sind.
Darüber hinaus hoben 41 % der Befragten hervor, wie schwierig es ist, den Sicherheitsbedarf gegen die Kosten der entsprechenden Lösungen abzuwägen. Die Umsetzung robuster Sicherheitsmaßnahmen geht oftmals mit beträchtlichen Kosten einher, und Unternehmen müssen Möglichkeiten finden, ihre Sicherheitsziele zu erreichen, ohne ihre Budgets zu sprengen. Diese Herausforderung lässt sich nur mit sorgfältiger Planung und Priorisierung von Sicherheitsinvestitionen bewältigen.
Trotz der Herausforderungen ergaben sich aus der Studie mehrere Vorteile für Unternehmen mit optimierten Verfahren für das Sicherheitsdatenmanagement. Einer der wichtigsten Vorteile ist laut 54 % der Befragten die größere Flexibilität beim Datenzugriff und bei der Datennutzung. Ein optimiertes Datenmanagement ermöglicht den Unternehmen einen effektiveren Zugriff auf ihre Sicherheitsdaten und eine wirksamere Nutzung. Sie können besser auf Bedrohungen reagieren und fundierte Entscheidungen treffen.
Ein weiterer deutlicher Vorteil ist, ebenfalls laut 54 % der Befragten, ein insgesamt höheres Sicherheitsniveau. Mit wirksamen Datenmanagementpraktiken können Unternehmen einen umfassenden Überblick über ihre Sicherheitslandschaft gewinnen, Schwachstellen identifizieren und proaktive Maßnahmen zur Minderung von Risiken umsetzen. Dieses optimierte Sicherheitsniveau ist entscheidend für den Schutz der Ressourcen des Unternehmens und das anhaltende Vertrauen der Stakeholder.
Schließlich gaben 49 % der Befragten geringere Kosten und eine höhere Wirtschaftlichkeit als Vorteile eines optimierten Sicherheitsdatenmanagements an. Durch die Verschlankung von Datenmanagementprozessen und die Nutzung wirtschaftlicher Lösungen können Unternehmen ihre Gesamtausgaben senken, ohne Abstriche bei der Robustheit ihrer Sicherheitsmaßnahmen machen zu müssen. Diese Wirtschaftlichkeit ist entscheidend für langfristige Sicherheitsinitiativen auf der einen und die Maximierung des ROI auf der anderen Seite.
Die Ergebnisse dieser kürzlich realisierten Studie liefern wertvolle Erkenntnisse zum aktuellen Status des Datenmanagements im Security Operations Center. Unternehmen setzen bei der Speicherung ihrer Sicherheitsdaten zunehmend auf Cloud-Lösungen – mit einer deutlichen Präferenz für öffentliche und hybride Clouds. Genaue Prognose- und Budgetierungsverfahren sind entscheidend für die Kontrolle der Datenkosten, während effektive Verfahren für das Onboarding und die Indizierung der Daten wichtige Komponenten des Datenaufnahmeprozesses darstellen.
Trotz bestehender Herausforderungen wie dem raschen Anwachsen der Datenmenge, einer Informationsüberflutung und dem Balanceakt zwischen Sicherheitsbedarf und Kosten können Unternehmen erheblich von optimierten Verfahren für das Sicherheitsdatenmanagement profitieren. Eine größere Flexibilität beim Datenzugriff, ein insgesamt besseres Sicherheitsniveau sowie eine höhere Wirtschaftlichkeit zählen zu den wichtigsten Vorteilen.
Während sich die digitale Landschaft weiterentwickelt, müssen SOCs ihre Datenmanagementstrategien anpassen, um neue Bedrohungen abzuwehren und die Sicherheit der Assets ihres Unternehmens zu gewährleisten. Basierend auf den Erkenntnissen, die sich aus der vorliegenden Studie ableiten lassen, können Unternehmen ihre Datenmanagementverfahren optimieren und ein resilientes und zukunftsträchtiges Security-Framework aufbauen.
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